20 Jul 2009 @ 12:39 PM 

Investmentclubs in Deutschland

Ein Investmentclub ist nicht dazu gedacht, dass man dort Geld einzahlt und anschließend auf dessen Vermehrung durch andere hofft. Vielmehr lebt ein Investment Club davon, dass sich die einzelnen Mitglieder auch aktiv an den Anlageentscheidungen beteiligen.

Bei einem Investment Club nach deutschem Recht handelt es sich um eine Anlegergemeinschaft, welche gemeinsam Kapital anlegen und verwalten. Die Rechtsform ist in den meisten Fällen eine GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts).

Bis zu einer Grenze von 50 Gesellschaftern und 500.000 Euro eingezahltem Kapital unterliegt ein Investmentclub grundsätzlich keiner Aufsicht, sofern keine gewerbliche Tätigkeit erfolgt und kein Entgelt für die Clubführung gezahlt wird.

Sobald diese Grenze überschritten wird, verlangt das Gesetz zum Schutz der Anleger eine Zulassung als Finanzdienstleister durch die BAFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Da die Anteile der Investmentclubs öffentlich angeboten werden, muss zudem ein Verkaufsprospekt nach dem Verkaufsprospektgesetz erstellt werden. Dieser klärt über den Aufbau, die Risiken und die Gebühren auf. Von den geschätzten rund 5000 Aktienclubs in Deutschland verfügen derzeit etwa ein halbes Dutzend über einen Verkaufsprospekt.

Grundlage des Investmentclubs ist der Gesellschaftsvertrag, welcher von allen Gesellschaftern unterschrieben werden muss.

Dachverband der deutschen Investmentclubs ist die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW).

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Posted By: Rainer
Last Edit: 20 Jul 2009 @ 12 49 PM

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 20 Jul 2009 @ 12:36 PM 

Investmentclubs in der Schweiz

Bei einem Investment Club nach Schweizer Recht handelt es sich um ein Team von organisierten Anlegern, welche gemeinsam investiertes Kapital nach eigenen Regeln anlegen und verwalten. Die Rechtsform ist eine einfache Gesellschaft.

Solche Anlageclubs unterstehen nicht dem Kollektivanlagegesetz (früher Anlagefondsgesetz), kurz KAG, wenn sie sich an folgende vier Regeln halten.

* 1. es darf keine öffentliche Werbung betrieben werden.
* 2. der Club darf nicht mehr als 20 Mitglieder zählen.
* 3. es dürfen keine täuschende Namen wie „Anlagefonds“ oder „Investmentfonds“ o.ä. verwendet werden.
* 4. das Clubvermögen muss durch die Clubmitglieder selbst verwaltet werden. (also keine Vollmacht zu Gunsten externer o.ä.).

Es wird die Meinung vertreten, dass sich die Clubmitglieder gegenseitig persönlich kennen und keine juristischen Personen mit dabei sind. Allfällige Kapitalgewinne werden wie bei natürlichen Personen steuerfrei behandelt.

Gründe für die Gründung eines Investment Clubs sind gemeinsame Kapitalanlage und Einsparungen der Bankgebühren, Spesen und Courtagen, da mit höheren Geldbeträgen gehandelt werden kann.

Das Clubreglement, der Investment Club Vertrag, regelt alles, was nicht bereits obligatorisch im Gesetz geregelt ist. Dieser muss von allen Mitgliedern unterzeichnet und bei der entsprechenden Bank hinterlegt werden.

Merkmale einer einfachen Gesellschaft nach schweizer Recht

Details schweizer Recht

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Posted By: Rainer
Last Edit: 20 Jul 2009 @ 12 48 PM

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